Casino statt Plus Markt Rekener Bürger wehren sich gegen das Spielcasino

Veröffentlicht am 11.07.2011 in Allgemein

Mit ihrem Anschreiben an den Bürgermeister der Gemeinde Reken wehren sich Rekener Bürger(Innen) gegen das geplante Spielcasino. Insgesamt wurde dieses Anschreiben von 338 Gegner unterschrieben

Widerspruch

Sehr geehrter Herr Seier,

am 08.07.2011 nahmen wir zur Kenntnis, dass der Gemeinde Reken seit dem 30.06.2011 ein Bauantrag auf Umbau und Nutzungsänderung des vorhandenen Be-triebsgebäudes Niewerth, Dorstener Straße 37, vorliegt.

Die geplante Nutzungsänderung sieht vor, das bisherige Fachgeschäft für Raumaus-stattung im Wesentlichen in ein Spielcasino mit Geldspielautomaten und Gastronomiebetrieb umzubauen.

Weiterhin erfuhren wir, dass der Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss beschloss, das Einvernehmen zu diesem Bauantrag auf Umbau und Nutzungsänderung unter dem Vorbehalt der bauordnungsrechtlichen Zulässigkeit zu erteilen.

Wir sprechen uns vehement gegen diese Planung aus und wir missbilligen, dass diesem Bauvorhaben seitens der Gemeinde zugestimmt wird.

Wir sind enttäuscht, dass die Gemeinde Reken einer derartigen Entwicklung in unse-rem Dorf nicht entschieden gegenübertritt. Wir sind enttäuscht, dass die Gemeinde Reken lediglich dem zuständigen Kreis Borken mitteilen will, dass das Vorhaben grundsätzlich planungsrechtlich zulässig ist.

Mit dieser Haltung unterstützt und fördert die Gemeinde eine Entwicklung, die insbesondere auf Grund der aktuellen Debatte um die drastischen Folgen der Spielsucht, der große Teile der Bevölkerung sehr kritisch gegenüberstehen.

Herr Seier, ist Ihnen bekannt, dass Spielhallen Kriminalität anziehen und die Spielsucht fördern? Ohne Spielsüchtige ist ein solches Unternehmen überhaupt nicht wirt-schaftlich zu führen!
Das Glücksspielmonopol rechtfertigt der Staat in Deutschland mit dem Schutz vor Spielsucht. Dabei gilt das Spielen an Automaten als besonders risikobehaftet für Menschen, die zu Suchtverhalten neigen. Als zentrale Risikofaktoren gelten die kurze Spieldauer, hohe Gewinnchancen, und die Möglichkeit, an mehreren Automaten gleichzeitig zu spielen. Nach einer Befragung des Bundesministeriums für Wirtschaft ist fast jeder zweite Spieler in Spielhallen süchtig.
Fakt ist, dass Spielhallen Städte und Dörfer veröden lassen und die Wirtschaftskraft der lokalen Wirtschaft schwächen.

Darüber hinaus beeinträchtigt der Betrieb einer Spielhalle die Wohnqualität der Nachbarschaft wesentlich.

Unsere Kritik fußt also hauptsächlich auf moralischen Aspekten und Sorge um die Jugend. Auch besteht die begründete Befürchtung, dass die Kriminalität durch ein Spielcasino in der Nachbarschaft ansteigt

Herr Seier, die Errichtung eines Spielcasinos ist in dieser Form und an diesem Standort nicht erwünscht. Wir wollen nicht, dass die bekannten Probleme, die in und um solchen Einrichtungen entstehen, sich derart in unserem Dorf konzentrieren.

Die beiliegenden Unterschriftenlisten reflektieren eindeutig die Meinung der betroffenen Nachbarschaft.

Eine Kopie dieses Schreiben und der Unterschriftenlisten wird der Kreisverwaltung Borken und der Borkener Zeitung zugestellt.

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Kornmaier Manfred Kornmaier

 
 

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