Die SPD-Kreistagsfraktion beantragt Bericht über die Unterbringungssituation im ZUE Schöppingen

Veröffentlicht am 09.10.2014 in Allgemein

Die Zahl der Flüchtlinge steigt rapide. Bei diesen Menschen handelt es sich teilweise um schwer traumatisierte Flüchte aus Krisen- und Kriegsgebieten. Die Kapazitäten der Unterbringungsmöglichkeiten für diese Menschen sind ausgeschöpft.

 

 

Die ZUE ist für Asylsuchende die erste Anlaufstation in Deutschland. Diese Menschen suchen bei uns Asyl/Hilfe, weil sie in ihrer Heimat verfolgt werden. Diese Flucht vor Lebensumständen, die wir uns kaum vorstellen können, ist für sie mit einem hohem persönlichen Risiko an Leib und Leben verbunden. Untergegangene Flüchtlingsboote mit sehr vielen Toten sind immer wieder Thema in den Medien. Wir halten es für richtig, das diesen Menschen in Schöppingen für die kurze Zeit des Asylverfahrens ein sicheres Obdach gegeben wird. Es ist nicht weiter überraschend das es, wenn Menschen aus unterschiedlichen Kulturen so eng wie in der ZUE zusammen wohnen zu Problemen kommt. Nur mit einer Intensivierung der Betreuung der Flüchtlinge kann dem wirklich vorgebeugt werden, können aufkeimende Konflikte rechtzeitig erkannt werden. Auch sollten bekanntermaßen verfeindete Bevölkerungssgruppen nicht in der gleichen Aufnahmeeinrichtung untergebracht werden.

 

Den Westfälischen Nachrichten vom 16.08.2014 haben wir entnommen, dass die Zentrale Unterbringungseinrichtung für Asylbewerber (ZUE) in Schöppingen momentan immer mehr Menschen aufnimmt. Eine Turnhalle wurde inzwischen umgewidmet, in denen ca. 100 Asylbewerber untergebracht werden. Diese Unterbringung führt innerhalb der ZUE sicherlich zu Spannungen. Humanitär ist dieser Zustand sicherlich nicht. Menschliche Bedürfnisse auf allen Seiten können kaum noch wahrgenommen werden.

 

Wichtig für die Asylbewerber ist immer auch die Akzeptanz vor Ort, sowohl in den politischen Gremien, als auch in der Bevölkerung. Jedoch die Unsicherheit und die Ängste der Schöppinger Bevölkerung nimmt zu. Die meisten Asylbewerber verhalten sich korrekt. Trotzdem nimmt das Sicherheitsgefühl ab. Hinzu kommt, dass in Schöppingen noch eine große Anzahl osteuropäische Saisonarbeiter leben, die in einem örtlichen Schlachtbetrieb arbeiten, häufig mit den Asylbewerbern verwechselt werden.

 

Wir wollen Antworten auf Fragen, was getan wird z.B. ,

  • um den Anspruch einer „menschenwürdigen Unterbringung“ zu erfüllen,

  • um Gewalt und Kriminalität innerhalb und außerhalb der Einrichtung zu minimieren

  • um das Sicherheitsgefühl der Schöppinger Bevölkerung wieder aufzubauen

  • um Akzeptanz und eine Willkommenskultur bei der Schöppinger Bevölkerung zu erreichen

  • und ähnliches

Mit freundlichen Grüßen

Elisabeth Lindenhahn

 

 

In der Ratssitzung vom 25.09.2014 fragte  die SPD Fraktion Reken nach der Situation der Asylbewerber in Reken. Die Gemeindeverwaltung sagte detaillierte Informationen im Rahmen der kommenden Haushaltsberatungen im November zu.

 
 

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