„Ehrenamtliche Tätigkeit funktioniert nur im Team“

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Eine, die seit über 30 Jahren die Geschicke in der Gemeinde Reken mitgestaltet hat, verabschiedet sich aus der Kommunalpolitik: Gisela Raupach

 

36 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit: Zuerst im Kindergartenrat des Guten Hirten, dann als Vorsitzende der Schulpflegschaft der Michaelschule. Sie hat gemeinsam mit vielen Eltern den ersten Kinderflohmarkt in Reken organisiert, die Schulbücherei und den Schulgarten aufgebaut.

 

Dies ist Anlass für die SPD Reken, ein Interview mit Frau Raupach zu führen.

 

Frau Raupach, warum zog es Sie vor 30 Jahren dann in die Kommunalpolitik?

Über die Tätigkeiten in der Schulpflegschaft sprach mich der damalige Vorsitzende der SPD Reken Karl Herbst an, ob ich nicht Lust hätte, mich in der Gemeinde aktiv einzubringen. Mit den Kommunalwahlen 1989 wurde ich dann Ratsmitglied.

 

Was macht Ihrer Meinung nach gute Ratsarbeit aus?

Miteinander gemeinsame Wege finden. Sich in ein breites Spektrum von Themen einzuarbeiten, sowie der Dialog mit Bürgerinnen und Bürger sind wichtige Bestandteile guter Ratsarbeit. Dazu gehört es auch, Visionen zu haben, Ideen zu entwickeln und diese weiter zu verfolgen, bis sich Mehrheiten im Rat finden.

 

Eines Ihrer Themen war stets die Schulpolitik. Sehen Sie die Gemeinde hier auf einem guten Weg?

Gerade in der Schulpolitik konnte ich zusammen mit der SPD Fraktion viele Ideen entwickelt und eingebringen. In der Praxis zeigt sich dies unter anderem in der Schulsozialarbeit, der offenen Ganztagsschule sowie im Tempo 30 Konzept zur Schulwegsicherung. Momentan gibt es bereits eine Kooperation zwischen dem Gymnasium und der Sekundarschule in Reken. Für die Zukunft würde ich mir eine Weiterentwicklung dieser Kooperation zu  einer christlichen Gesamtschule wünschen. Meine Idee ist, dass alle Rekener Kinder eine weiterführende Schule im Ort besuchen können und der Zusammenhalt dadurch gestärkt wird. Das wäre gut für Reken.

 

Fällt der Gedanke schwer, künftig nicht mehr an politischen Entscheidungen beteiligt zu sein?

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiede ich mich aus der Kommunalpolitik, die Teamarbeit in der Fraktion hat mir immer viel Freude gemacht, die werde ich vermissen. Auf der anderen Seite mehr Zeit für Hobbys, Familie und Enkelkind zu haben, ist sehr schön. Hier nochmal ein ganz großer Dank an meinem Mann, der mich all die Jahre immer unterstützt hat

 

Und was wünschen Sie dem Rat für die Zukunft?

In der Vergangenheit gab es viele persönliche Angriffe gegen mich, teilweise auch unter der Gürtellinie, auf die ich gerne hätte verzichten können. Ich sehe aber eine positive Entwicklung. Das Miteinander im Rat und der Fraktionen hat sich deutlich verbessert. Meine Empfehlung wäre miteinander zu reden und gemeinsam gute Lösungen für Reken zu finden. „Ehrenamtliche Tätigkeit funktioniert nur im Team“

Gerade in der Kommunalpolitik sollte es doch um Sachlichkeit gehen, denn hier können wir wirklich gestalten und konkrete Projekte umsetzen. Das macht es so spannend. Darum war ich gerne Ratsmitglied. Auch junge Mütter kann ich nur ermutigen in die Ratsarbeit einzusteigen. Die Kinderbetreuungskosten werden sogar ersetzt.

 

Das war ein sehr spannendes Gespräch. Vielen Dank Frau Raupach.

 
 

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