Nachdem sich auch aus der Anwohnerbefragung kein eindeutiges Votum gegen eine Umbenennung der Wagenfeldstraße ergeben hatte, trat die SPD Ratsfraktion im Rekener Rat für eine Umbenennung ein. Von 33 angeschriebenen Anwohnern hatten 16 Haushalte keine Bedenken gegen eine Umbenennung geäußert, 17 waren gegen eine Umbenennung.
Leider stimmte die Mehrheit des Rates gegen eine Umbenennung.
Ausschlaggebend für das Votum der SPD Fraktion war, dass Wagenfeld sich aus voller Überzeugung, nicht aus opportunistischen Gründen, dem NS-Regime angedient hat.
Im Rahmen dieser Diskussion ist aber eine Aufarbeitung der Rolle von Karl Wagenfeld im Nationalsozialismus unbedingt erforderlich, zumal die Straße weiterhin seinen Namen tragen wird. Vielleicht kann man so dem Vergessen entgegenwirken, damit sich auch die jüngere Generation mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandersetzt. Die SPD Reken wird sich gerne mit konstruktiven Vorschlägen zur Aufarbeitung beteiligen.
Für die Anwohner wäre eine Umbenennung sicherlich mit Mühen verbunden gewesen. Ungleich höher wäre aber der Gewinn für die Gemeinde Reken, würde dieser Name aus dem Straßenverzeichnis gestrichen und gäbe es im Anschluss daran eine Aufarbeitung der Rolle Wagenfelds.
Bericht Borkener Zeitung vom 12.09.
Kommentar der Borkener Zeitung