Nahles-Rücktritt: SPD kritisiert internen Umgang

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„Großer Respekt“ vor Entscheidung

SPD kritisiert internen Umgang

Bericht der Borkener Zeitung vom 04.06.2019

Von Tim Schulze

REKEN. Es war ein Paukenschlag in Berlin: Andrea Nahles hat am Sonntag ihren Rückzug als SPD-Chefin und Fraktionsvorsitzende angekündigt. Die Sozialdemokratin beklagt fehlenden Rückhalt in den eigenen Reihen. Auf BZ-Nachfrage erklären Andreas Zander, der Fraktionsvorsitzende der Rekener SPD, und Christoph Sprenger, der SPD-Ortsvereinsvorsitzende, dass sie „großen Respekt“ vor Nahles’ Entscheidung hätten. „Andrea ist eine engagierte Sozialdemokratin, die sich immer mit ganzem Herzen für unsere Partei und unsere Ziele eingesetzt hat“, heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme. Nahles habe zwar Entscheidungen getroffen, die zu kritisieren seien. „Allerdings rechtfertigt das nicht die Art und Weise, wie manche Genossen mit ihr umgegangen sind.“

Man müsse sich nun Zeit nehmen, um eine „belastbare und dauerhaft tragfähige Lösung zu finden“, so Zander und Sprenger über die Nahles-Nachfolge. „Über Namen für die Führungsspitze können wir erst am Ende des Findungsprozesses diskutieren.“

Zander und Sprenger stellen jedoch klar, dass die Basis an der Personalentscheidung beteiligt werden müsse. Zudem müsse die neue Parteiführung auch die jüngeren Parteimitglieder repräsentieren, „damit der Neuanfang eine merkbare Dynamik entwickelt und die Themen der jüngeren Generation hinreichend Gehör finden“, heißt es abschließend in dem Statement.

 
 

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