Verlegung von STOLPERSTEINEN in Reken

Veröffentlicht am 29.05.2020 in Allgemein

Verlegung der Stolpersteine

Die Fraktionen von SPD und Die Grünen beantragen folgenden Punkt auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung zu nehmen:

Verlegung von STOLPERSTEINEN in Reken.

Begründung:
Zielsetzung der Verlegung der STOLPERSTEINE in Reken ist es, mit Gedenktafeln an das Schicksal der Rekener Bürgerinnen und Bürger zu erinnern, die während der Zeit des Nationalsozialismus deportiert, vertrieben, ermordet oder in den Suizid getrieben wurden, weil sie Juden waren oder aus anderen Gründen verfolgt wurden. Zu Beginn der NS-Zeit lebten noch mehrere jüdische Familien in der Gemeinde. Das Schicksal der Opfer der sogenannten Euthanasie, politisch Verfolgter, Roma und Sinti, der Homosexuellen und der Zeugen Jehovas soll ebenfalls berücksichtigt werden. Nicht zuletzt soll auch an die Überlebenden erinnert werden. Die genaue Anzahl sowie die jeweiligen Wohnorte der Opfer sollten in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein und Uli Hengemühle ermittelt werden. Bei der international bekannten Aktion „STOLPERSTEINE“ wurden bisher mehr als 75.000 Steine in vielen Orten Europas verlegt. Unter anderem über 7.000 in 1099 Städten und Gemeinden Deutschlands. Diese Art des würdigen Gedenkens wird bereits seit langem auch im Kreis Borken praktiziert: Ahaus, Bocholt, Borken, Gescher, Gronau, Heek, Legden, Raesfeld, Stadtlohn, Südlohn, Velen, Vreden. Die Fraktionen von SPD und Grünen meinen, dass es an der Zeit ist, auch in Reken durch das Symbol "STOLPERSTEINE" an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Denn STOLPERSTEINE sind eine ganz besondere und sehr persönliche Form des Erinnerns. Sie erinnert dort an die Opfer, wo sie einmal gewohnt haben, dort, wo sie Freunde, Nachbarn und Schul- oder Vereinskameraden waren. Mit der Realisierung der persönlichen STOLPERSTEINE kehren die Namen der Opfer wieder in die Gemeinde zurück. Dadurch, dass wir auf die Namen der Opfer mitten in unserem Alltag, plötzlich und unvermittelt in unseren Gedanken „treffen“, schaffen wir eine ganz andere Qualität der Erinnerungskultur. Der unmittelbare Impuls zum Nach-Denken, der durch die Verlegung der STOLPERSTEINE auf unseren gewohnten Wegen ausgeht, kann unseres Erachtens, gerade auch für junge Menschen, sehr direkt GEGEN DAS VERGESSEN wirken. Die STOLPERSTEINE werden aus Messingplatten gefertigt und von dem Künstler Gunter Demnig in den Bürgersteig direkt vor dem letzten frei gewählten Wohn- oder Arbeitsort des Opfers eingelassen. Die Kosten für einen Stein liegen bei ca. 120,00 Euro.

Beschlussempfehlung:
Der Rat beschließt den Heimatverein und Uli Hengemühle zu bitten Vorschläge zur Verlegung von Stolpersteinen zu erarbeiten. Diese Vorschläge werden dann im Rat zum Beschluss über die Verlegung vorgestellt.sehr persönliche Form des Erinnerns. Sie erinnert dort an die Opfer, wo sie einmal gewohnt haben, dort, wo sie Freunde, Nachbarn und Schul- oder Vereinskameraden waren. Mit der Realisierung der persönlichen STOLPERSTEINE kehren die Namen der Opfer wieder in die Gemeinde zurück. Dadurch, dass wir auf die Namen der Opfer mitten in unserem Alltag, plötzlich und unvermittelt in unseren Gedanken „treffen“, schaffen wir eine ganz andere Qualität der Erinnerungskultur. Der unmittelbare Impuls zum Nach-Denken, der durch die Verlegung der STOLPERSTEINE auf unseren gewohnten Wegen ausgeht, kann unseres Erachtens, gerade auch für junge Menschen, sehr direkt GEGEN DAS VERGESSEN wirken. Die STOLPERSTEINE werden aus Messingplatten gefertigt und von dem Künstler Gunter Demnig in den Bürgersteig direkt vor dem letzten frei gewählten Wohn- oder Arbeitsort des Opfers eingelassen. Die Kosten für einen Stein liegen bei ca. 120,00 Euro.
Beschlussempfehlung:
Der Rat beschließt den Heimatverein und Uli Hengemühle zu bitten Vorschläge zur Verlegung von Stolpersteinen zu erarbeiten. Diese Vorschläge werden dann im Rat zum Beschluss über die Verlegung vorgestellt.

gez.: Andreas Zander, SPD-Fraktion Reken; Hermann Dreischenkemper, Fraktion Die Grünen

 

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